Hermann Rorschach (1884–1922): Biografie
Kindheit und Jugend
Hermann Rorschach wurde am 8. November 1884 in Zürich geboren. Kindheit und Jugend verbrachte er gemeinsam mit seinen zwei jüngeren Geschwistern in Schaffhausen, wo der Vater – ein Kunstmaler – als Zeichenlehrer arbeitete. Als Hermann 12 Jahre alt war, starb seine Mutter, eine Tante wurde zwei Jahre später seine Stiefmutter. Den Vater verlor er im Alter von 18 Jahren. Nach Absolvierung der Grundschule und Kantonsschule besuchte er das Gymnasium und war dort bereits während der beiden letzten Klassen Mitglied der Studentenverbindung Seaphusia. Dort bekam er den Spitznamen »Klex«. Wahrscheinlich ist dieser Spitzname darauf zurückzuführen, dass er sich während seiner Kindheit oft mit einem Spiel, das »Klecksographie« oder »Blotto« genannt wurde, beschäftigte. (Anmerkung: Ein Blatt Papier wurde mit Tinte bekleckst und zusammengefaltet, sodass verschiedene Abbildungen entstanden. Fertige Klecksbilder waren auch käuflich erhältlich. Die Spieler gaben dann ihre Interpretationen zu den entstandenen Klecksen, bis hin zu gedichtartigen Assoziationen.)
Die Studentenzeit
Nach der Reifeprüfung war der vielseitig begabte Rorschach zunächst im Zweifel, ob er Künstler werden oder Naturwissenschaften studieren sollte. Schließlich entschied er sich im Alter von 19 Jahren für das Studium der Medizin.
Schon am Anfang seines Studiums hatte Rorschach sich für den Beruf des Psychiaters entschlossen. Die berühmte Zürcher Universitätsklinik, das Burghölzli unter der Leitung von Eugen Bleuler, bot ihm hierzu sehr gute Ausbildungsmöglichkeiten. Die neuen Ideen von Sigmund Freud und seiner Psychoanalyse hatten im Burghölzli Eingang gefunden. So versuchten Bleuler und C. G. Jung beispielsweise mit den Begriffen der Psychoanalyse und dem von Jung ausgebauten Assoziationstest Psychosen zu untersuchen, deren seelische Hintergründe bis dahin unverständlich geblieben waren.
Schon am Anfang seines Studiums hatte Rorschach sich für den Beruf des Psychiaters entschlossen. Die berühmte Zürcher Universitätsklinik, das Burghölzli unter der Leitung von Eugen Bleuler, bot ihm hierzu sehr gute Ausbildungsmöglichkeiten. Die neuen Ideen von Sigmund Freud und seiner Psychoanalyse hatten im Burghölzli Eingang gefunden. So versuchten Bleuler und C. G. Jung beispielsweise mit den Begriffen der Psychoanalyse und dem von Jung ausgebauten Assoziationstest Psychosen zu untersuchen, deren seelische Hintergründe bis dahin unverständlich geblieben waren.
Berufsjahre als Psychiater und die Nähe zur Psychoanalyse
Nach einem mehrmonatigen Aufenthalt in Russland kehrte Rorschach in die Schweiz zurück und war zwischen 1909–1913 an der kantonalen Heilanstalt Münsterlingen als Psychiater tätig. In diese Jahre fallen mehrere wichtige Ereignisse seines Lebens: Am 21. April 1910 seine Heirat mit der russischen Ärztin Olga Stempelin, im Jahre 1912 seine Promotion und um 1911 die ersten (»offiziellen«) Versuche mit Klecksographien, die er zusammen mit einem befreundeten Lehrer und dessen Schulkindern durchführte. Doch diese Versuche ließ Rorschach bald wieder fallen und wandte sich seinem Hauptinteresse, der Psychoanalyse, zu. Er veröffentlichte eine Reihe psychoanalytischer Publikationen, die in den Jahren 1912–1914 im »Zentralblatt für Psychoanalyse« erschienen.
Nach einem längeren Aufenthalt in Russland bekam Rorschach im Jahre 1915 die Stelle eines Oberarztes an der Appenzeller kantonalen Heilanstalt Herisau, die er bis zu seinem frühen Tod innehatte. In Herisau, wurden auch seine beiden Kinder geboren, 1917 die Tochter Elisabeth und 1919 der Sohn Wadin. Während dieser Zeit beschäftigte sich Rorschach, der 1919 zum Vizepräsidenten der neuen schweizerischen psychoanalytischen Gesellschaft gewählt wurde, auch weiterhin mit seinen Forschungen.
Am 2. April 1922 starb Rorschach an den Folgen einer verschleppten Blinddarmentzündung.
Nach einem längeren Aufenthalt in Russland bekam Rorschach im Jahre 1915 die Stelle eines Oberarztes an der Appenzeller kantonalen Heilanstalt Herisau, die er bis zu seinem frühen Tod innehatte. In Herisau, wurden auch seine beiden Kinder geboren, 1917 die Tochter Elisabeth und 1919 der Sohn Wadin. Während dieser Zeit beschäftigte sich Rorschach, der 1919 zum Vizepräsidenten der neuen schweizerischen psychoanalytischen Gesellschaft gewählt wurde, auch weiterhin mit seinen Forschungen.
Am 2. April 1922 starb Rorschach an den Folgen einer verschleppten Blinddarmentzündung.
Literatur
Bohm, E. (1985). Lehrbuch der Rorschach Psychodiagnostik (6. Aufl.). Bern: Verlag Hans Huber.
www.rorschach.com
(Abgerufen am 25. Juli 2007)
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Signer Rita (2002). Archiv und Sammlung Hermann Rorschach, Geschichte.
URL: http://www.stub.unibe.ch/html/rorschach/dt/geschichte.html
(Abgerufen am 25. Juli 2007)
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Artikel Hermann Rorschach. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. Mai 2007.
URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Rorschach
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